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Zürich Altstetten

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Alt 13.12.2004, 01:32
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BASILEA PER SEMPRE!!

Was in zürich altstetten geschah wird folgen haben!!!
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Alt 13.12.2004, 02:02
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ui ui ui ui ui ui böse böse böse
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Alt 13.12.2004, 08:54
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GÄHN.........etwas mehr Details bitte....
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DAS GEGENTEIL VON MUT IN UNSERER GESELLSCHAFT IST NICHT FEIGHEIT, SONDERN ANPASSUNG!
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Alt 13.12.2004, 09:18
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Basel Bahnhof

Durch ein grosses Polizeiaufgebot wurde im Bahnhof SBB in Basel verhindert, dass FCB Fans nicht mit den öffentlichen Zügen nach Zürich reisten. Als Grund wurde zum Teil der Weihnachtsmarkt im HB Zürich angegeben.
Nach einem kleinen Katz und Maus-Spiel der Fans mit der Polizei, wurden dann alle nach Zürich reisenden Züge kontrolliert und die restlichen FCB Fans aus den Wagen vertrieben.
Somit wurden ca 500 Personen in einen Zug gedrängt. Notabene in den offiziellen FCB Extrazug.
Der Zug, in dem eigentlich jeder Papa mit seinem Sohnemann auch sitzen sollte. (Und teils auch taten.)

Die Fahrt
Während der Fahrt verlief eigentlich alles relativ ruhig, hier und da flogen ein paar Bierflaschen aus dem Zug, im Grossen und Ganzen aber war es friedlich. Auch der Kontrolleur hatte keine allzu grosse Mühe (mit der Bahnpolizei), die Ausweise zu kontrollieren.

Die Ankunft
In Altstetten angekommen, flogen zwei, drei Bierflaschen auf das Peron. Die Fans stiegen aus und wurden sogleich in die Enge getrieben. Durch die Polizei, die mit Schildern, Schlagstöcken, Helmen (Robocop Ausrüstung), Reizspray (Finger am Abzug) und teils auch Gummigeschossen ausgerüstet waren, wurde links und rechts abgesperrt. Hinter uns stand der Zug, der jetzt auch mit Polizei gefüllt wurde und vorne das Bahnhofsgebäude, dass uns den Weg abschnitt.
Von den Seiten wurde durch die Polizei gedrängt und auf die Vordersten eingeschlagen. Die Ersten erfuhren durch viel Nachfragen, dass es eine Personenkontrolle gebe. In den hinteren unwissenden Reihen brach nun teilweise Panik aus, besonders nachdem ein Rauchtopf gezündet wurde. Die Polizisten fühlten sich dadurch angegriffen und sprayten nun den Reizstoff in die immer noch eng zusammengepferchte Menge. Sofort kam die Reaktion der Basler. Mit Flaschen und Leuchtfeuer versuchten sie, etwas gegen die Polizisten auszurichten, was natürlich absolut sinnlos war.
Während einer Stunde durfte niemand der „Bewachten“ auf die Toilette und konnte sich auch sonst kaum bewegen. Auf die Frage, ob sie das WC aufsuchen dürften, hiess es (ob Frau oder Mann) man könne ja auf den Boden p……
Währendessen wurde einer nach dem anderen rausgenommen, seine Sachen abgenommen und in Handfesseln in Kastenwagen abgeführt. Immer noch wusste niemand, was das Ganze genau zu bedeuten hatte und über ihre Rechte wurden sie auch nicht aufgeklärt.
Bei den Verhafteten war alles vertreten, von den 14 jährigen Mädchen bis zum 40 jährigen Familienvater. Sogar den Fanbeauftragten des Fanprojekts Basel wollte man mitnehmen.
Nachdem die Masse die ersten Reizstoffattacken und diversen Gummigeschosse, die auf Kopfhöhe abgefeuert wurden überstanden hatte, wurde ihnen nach ca. 1 - 1 ½ h durch ein Megafon mitgeteilt, dass dies nur eine Personenkontrolle sei.
In der Masse gab es diverse Personen (meist junge Mädchen) die Heulkrämpfe und Panik bekamen. Durch einzelne andere Fans und auch teilweise Polizistinnen, die Mitleid hatten, konnten diese zum Teil beruhigt werden. Es gab mehrere leichtverletzte Personen (Reizspray direkt in die Augen, Gummischrot ins Gesicht, Platzwunden etc.). Diese konnten während der ganzen Zeit nicht raus, erst nach 2 Stunden fuhr der erste Krankenwagen vor.
Die Angehörigen oder Freunde der Verhafteten erfuhren nicht warum und wohin ihre Bekannten gebracht wurden.

Verhaftete Personen berichteten, dass sie wegen „Illegaler Teilnahme einer Menschenansammlung“ verzeigt wurden. (Strafanzeige !!!!!!!)

Die meisten hatten somit nichts von dem Spiel gesehen und dies nur, weil sie der „Bitte“ der Polizei folgten und in den offiziellen FCB Fan Zug stiegen.

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Alt 13.12.2004, 09:30
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Bin zu tiefst gerührt. Vor allem der kleinen Mädchen wegen...
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Alt 13.12.2004, 10:08
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FCB wehrt sich gegen Polizeieinsatz

BASEL - Die gigantische Polizeiaktion gegen Basler Fussball-Fans stösst dem FC Basel sauer auf. Der Wintermeister distanziert sich vehement.
Am Sonntag wurden 427 Basler Fans praktisch direkt vom Extrazug verhaftet. Unter anderem wurden ihnen Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit, Sachbeschädigung und Bedrohung von Beamten vorgeworfen.

Neben gewaltbereiten Hooligans befanden sich aber auch Eltern, Teenager und generell friedliche Fans im Extrazug, die zum Teil bis nach Mitternacht festgehalten worden sind, ohne dabei nach aussen Kontakt aufnehmen zu dürfen. Die Letzten wurden um 02:15 Uhr freigelassen! Viele Eltern mussten mitten in der Nacht nach Zürich fahren, um ihre Kinder abzuholen. Für deren Probleme beim Heimtransport fühlte sich die Polizei nicht zuständig.

«So nicht», sagt nun der FC Basel, obwohl er grundsätzlich gezielte Massnahmen gegen Randale und Vandalismus in- und ausserhalb der Stadien begrüsst. Der FCB-Rechtsberater Bernhard Heusler: «Die Zulässigkeit dieser Aktion ist zu hinterfragen. Um rechtmässig zu sein, muss jeder Polizeieinsatz das Verhältnismässigkeitsprinzip respektieren.» Und das sei nicht der Fall gewesen.

Personen, die im Rahmen der Polizeiaktion als Insassen des SBB-Extrazuges im Bahnhof Zürich-Altstetten nachweislich ohne Verstoss gegen die Regeln der guten Ordnung und gegen die Gesetze Schaden erlitten haben, können sich bei der Geschäftsstelle des FC Basel nach der Möglichkeit um Unterstützung erkundigen.

Sauer stösst dem FCB auch auf, dass schon bei der Einfahrt des Extrazuges in Zürich-Altstetten Pressefotografen vor Ort waren, der FCB selber aber nichts von einer solchen Aktion gewusst habe.

Quelle: blick.ch
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Alt 13.12.2004, 10:09
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Hier die offizielle Stellungnahme des FC Basel:

Der FCB distanziert sich

Vorstand, Geschäftsleitung, Trainer und Spieler des FC Basel 1893 nehmen zu der Polizeiaktion im Bahnhof Zürich-Altstetten, bei der am 5. Dezember 2004 im Vorfeld des Meisterschaftsspiels Grasshoppers-FCB der SBB-Extrazug gestoppt und die Insassen dieses Zuges vorübergehend in Gewahrsam genommen wurden, wie folgt Stellung:

- Der FC Basel 1893 begrüsst alle gezielten Massnahmen der Behörden, die helfen, Fussballspiele in geordnetem Rahmen durchzuführen und die den Kampf gegen den Vandalismus in und ausserhalb der Stadien bekämpfen. Dabei unterstützt der FCB die Behörden auch ausdrücklich in allen Fällen, bei denen Personen nachweislich des Vandalismus oder vergleichbarer Straftaten überführt werden, so, wie der FCB grundsätzlich Hand für jede sinnvolle Massnahme im Kampf gegen Vandalismus und Hooliganismus bietet.

- Umgekehrt distanziert sich der FCB, sein Vorstand, seine Geschäftsleitung, seine Trainer und seine Spieler ausdrücklich und in aller Deutlichkeit von der Form „flächendeckender“ Massnahmen, wie sie die Stadtpolizei Zürich am 5. Dezember 2004 in ihrer Aktion gegen über 400 Insassen des besagten Extrazuges gewählt hat. Insbesondere verurteilt der FCB, dass dabei nachweislich auch unbescholtene FCB-Fans, die ahnungslos den Extrazug gewählt oder von der Polizei bereits bei der Abfahrt in Basel in diesen Extrazug geführt wurden, in Zürich-Altstetten in Gewahrsam genommen, gefesselt abgeführt und teilweise bis weit nach Mitternacht festgehalten wurden, ohne dass ihnen vor der Befragung durch die Polizei die Möglichkeit der Kontaktnahme nach aussen eingeräumt wurde. Aufgrund zahlreicher Rückmeldungen von vertrauenswürdigen, dem FCB bekannten Fans, darunter auch von verschiedenen Eltern(teilen), müssen sich unter den Festgenommenen auch Kinder, Minderjährige oder unbescholtene Familienväter befunden haben.

- Für den Rechtsberater des FCB, Rechtsanwalt Bernhard Heusler, ist die Zulässigkeit der Aktion der Polizeikräfte vom 5. Dezember 2004 aufgrund der bisher eingegangenen Schilderungen zu hinterfragen. Denn „um rechtmässig zu sein, muss jeder Polizeieinsatz das Verhältnismässigkeitsprinzip respektieren, sich namentlich gegen die Störer der öffentlichen Ordnung richten.“ Dieser verfassungsmässige Grundsatz staatlichen Handelns erscheint nicht eingehalten, wenn Minderjährige während mehreren Stunden in polizeilichen Gewahrsam genommen werden, ohne oder mit nur eingeschränkter Möglichkeit zur Verbindungsaufnahme mit den Angehörigen und allein aufgrund der Tatsache, dass sie mit dem Extrazug angereist sind.

- Der FCB legt Wert auf die Feststellung, dass er von der Polizei über die Aktion von Zürich-Altstetten in keiner Form und zu keinem Zeitpunkt informiert worden ist.

- Der FCB hat zur Kenntnis genommen, dass in Zürich-Altstetten bereits bei der Einfahrt des SBB-Extrazuges Medien anwesend waren. Ebenso hat der FCB die Verlautbarung der Zürcher Stadtpolizei zur Kenntnis genommen, wonach man bedaure, dass im Rahmen der Aktion auch Unschuldige am Besuch des Spiels gehindert wurden – eine Erklärung, die bestätigt, wonach die Polizei bei ihrer Aktion die Involvierung unbescholtener Fans billigend in Kauf genommen hat.

- Der FCB befürchtet, dass der von der Polizei Zürich am 5. Dezember 2004 gewählte Weg nicht zu einer dringend wünschenswerten Deseskalation führt, sondern zu einer Verhärtung der Fronten, was wiederum die anhaltenden Bemühungen auch des FCB um eine Linderung des Gewaltproblems im Schweizer Fussballs durch integrative und repressive Massnahmen erschweren könnte.

- Personen, die im Rahmen der Polizeiaktion vom 5. Dezember 2004 als Insassen des SBB-Extrazuges im Bahnhof Zürich-Altstetten nachweislich ohne Verstoss gegen die Regeln der guten Ordnung und gegen die Gesetze Schaden erlitten haben, können sich bei der Geschäftsstelle des FC Basel 1893 nach der Möglichkeit um Unterstützung erkundigen.

- Abschliessend und zusammenfassend hält der FCB nochmals fest, dass er alle legalen und legitimen Massnahmen begrüsst, die gezielt und differenziert das Problem des Vandalismus und der Gewalt im Fussball angehen, dass er aber umgekehrt indifferente Massnahmen, insbesondere in der am 5. Dezember in Zürich-Altstetten gewählten Form, in aller Deutlichkeit ablehnt und dass sich der FCB nie für eindeutige Missetäter, aber im Rahmen seiner Möglichkeiten stets gegen jede Form von Pauschalisierung und Versuche der Kriminalisierung seiner gewaltfreien und anständigen Fans wehren wird.
http://www.fcb.ch/start.html
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  #8 (permalink)  
Alt 13.12.2004, 10:09
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EXTRAZUG AB BASEL
Bitte alle aussteigen
Von Philipp Anz


Sie wollten an ein Spiel, wurden verhaftet und durften stundenlang nicht einmal aufs WC. Wie Basler Fans den vergangenen Sonntag erlebt haben.
Sonntag, 5. Dezember, 12.45 Uhr

Beat* trifft im Bahnhof Basel seine KollegInnen aus der Muttenzer Kurve. Zusammen wollen sie nach Zürich ans Spiel GC-FC Basel. Die Vorfreude ist gross, man singt sich ein für den bevorstehenden Match. Zusammen mit etwa dreihundert anderen Fans steigen sie in den Eurocity, Abfahrt 13.02, nach Zürich. Auf dem Perron stehen dutzende Polizisten einer Basler Spezialeinheit. Sie fordern die Fans auf, den Zug wieder zu verlassen. Nachdem sich die Abfahrt verzögert, kommen diese der Aufforderung nach. «Nehmt den Extrazug», wird ihnen befohlen.

13.20 Uhr

Der vierzehnjährige Pablo sitzt im Extrazug. Er und seine gleichaltrigen Freunde haben das entsprechende Billett an offiziellen Vorverkaufsstellen bezogen, die auf der Homepage des FC Basel publiziert waren. Der Zug ist voll, auch Bahnpolizisten fahren mit. Sie postieren sich in jedem Wagon, den Fans wird erklärt, dass sie ihre Abteile nicht verlassen dürfen, aufs WC können sie nur einzeln. Sprüche fallen, sämtlicher Abfall wird auf den Boden geschmissen - doch zu Sachbeschädigungen kommt es nicht. Die Fahrt verläuft «problemlos», wie ein SBB-Sprecher später der «Basler Zeitung» bestätigt. Pablo freut sich aufs Spiel.

14.30 Uhr

Der Extrazug hält im Bahnhof Altstetten, einem Aussenquartier von Zürich. Der Bahnhof ist von einem Grossaufgebot der Stadtpolizei mit Wasserwerfern und Gitterfahrzeugen abgeriegelt. Aus dem Zug fliegen einzelne Flaschen. Die Fans werden aufgefordert, den Zug zu verlassen. Die Bahnpolizisten verhindern, dass die rückseitigen Türen geöffnet werden.

14.45 Uhr

Rund 650 Personen stehen auf dem Bahnhofsgelände. Die Polizei erklärt, dass sie kontrolliert würden und erst danach ans Spiel, das um 16.15 Uhr angepfiffen wird, könnten. Roger nervt sich, denkt aber: «Auf den Anpfiff reicht es sicher.»

15 Uhr

Die Menge wird unruhig. Es wird gedrängelt, wieder fliegen einzelne Flaschen. Die Polizei setzt Pfefferspray, Tränengas und Gummischrot ein. Pablo bekommt Panik. Er erklärt einem Polizisten, dass er erst vierzehn sei und raus möchte. «Ich wusste nicht mehr, was tun, und begann zu weinen.» Der Polizist sagt: «Hör uuf brüele, suscht kriegsch Pfefferspray.»

15.15 Uhr

Die Fans werden einzeln aus dem Kessel gelassen. Roger gehört zu den Ersten. «Ich dachte, jetzt werd ich kontrolliert. Dann kann ich endlich ans Spiel. Doch dann wurde ich an die Wand gestellt.» Roger wird alles abgenommen. Portemonnaie, Handy, Mütze, Schal werden in eine Tüte gepackt und ihm um den Hals gehängt. Die Polizisten fesseln seine Hände mit Kabelbindern hinter dem Rücken. Er wird in ein Auto geführt und mit Blaulicht in die Zürcher Polizeikaserne gefahren. Während Frauen, Kinder und ältere Männer nun freigelassen werden, müssen sich 427 Personen (darunter 11 Frauen) in den nächsten Stunden demselben Prozedere unterziehen.

16.15 Uhr

Im Hardturm wird das Spiel GC-FCB angepfiffen. Bei den Basler Fans, die es ins Stadion geschafft haben, klingeln die Handys ununterbrochen. Wut macht sich breit. Einige wollen raus, «die Kollegen befreien». Mitglieder von diversen Fangruppierungen verhindern durch Zureden, dass die Situation eskaliert. Auch nach dem Spiel halten sie eine grössere Menge Fans davon ab, zur Kaserne zu ziehen, «um Rache zu üben».

16.30 Uhr

Die Stadtpolizei Zürich veröffentlicht ein erstes Mediencommuniqué: «Aufgrund von Meldungen, wonach sich im Extrazug aus Basel dutzende gewaltbereiter Fans befinden würden, wurde die Zugskomposition im Bahnhof Altstetten gestoppt. (...) Die Personenkontrollen werden aufgrund der grossen Zahl der vorübergehend Festgenommenen einige Stunden in Anspruch nehmen. Stadt- und Kantonspolizei Zürich wollen mit diesem konsequenten Vorgehen ein Zeichen setzen, dass rund um Fussballspiele weder Gewalt noch Sachbeschädigungen toleriert werden.»

Zu dieser Zeit stehen Roger und Pablo bereits seit einer Stunde vor der Kaserne im Freien, immer noch mit Kabelbindern gefesselt. Pablo bekommt Nasenbluten. Auch auf wiederholtes Nachfragen wird ihm die Fesselung nicht gelöst. Aus einem Fenster werden Papiernastücher geworfen. «Machs doch selber weg», meint ein Polizist. Schliesslich kann Pablo das Bluten stillen, indem er die Nase an einen Metallpfosten drückt. In der Kaserne treffen die letzten Verhafteten aus Altstetten, unter ihnen Beat, ein.

17 Uhr

Einzeln werden die Verhafteten in die Kaserne geführt, fotografiert und verhört. Roger wird gefragt: «Wie sind Sie nach Zürich gekommen?» Roger: «Mit dem Zug.» - «Warum haben Sie diesen Zug genommen?» Roger: «Es war der offizielle Extrazug.» - «Warum haben Sie sich nicht entfernt, als es zu Ausschreitungen kam?» Roger: «Ich sah keine Ausschreitungen, und weg konnte ich sowieso nicht.» Später wird Roger freigelassen. In Basel verkündet Radio Basilisk halbstündlich zwei Hotline-Nummern der Zürcher Polizei für besorgte Angehörige.

17.30 Uhr

Pablo wird freigelassen. Ein Polizist erklärt ihm, mit welchem Tram er zum Hardturm kommt. Fast genau auf den Schlusspfiff ist er im Stadion. Der FCB gewinnt 3:2. Pablo macht sich auf den Rückweg nach Basel. Nach dem Spiel kommt es ums Stadion zu vereinzelten Schlägereien zwischen Zürcher und Basler Fans.

20 Uhr

Beat wartet mit hundert andern immer noch gefesselt vor der Kaserne, es ist «saukalt». Schal, Mütze und Handy baumeln an seinem Hals. Personen, die aufs WC wollen, wird gesagt: «Das hättest du am Morgen tun können.» Die Männer öffnen sich gegenseitig mit den auf dem Rücken gefesselten Händen den Hosenschlitz, helfen sich beim Urinieren, mehrere pinkeln sich in die Hosen, manche müssen erbrechen. Die Stadtpolizei Zürich veröffentlicht ein weiteres Communiqué mit dem Titel: «Konsequentes Vorgehen der Polizei verhindert Ausschreitungen am Fussballspiel GC-FCB».

22.30 Uhr

Die letzten Verhafteten werden ins Gebäude geführt. Beat hat Schüttelfrost und kann seine Jacke nicht mehr selber ausziehen.

1.30 Uhr

Beat wird freigelassen. Basler Fans, die nach Mitternacht mit Autos nach Zürich zurückgefahren sind, holen ihn und ein Dutzend weitere Entlassene ab. Am nächsten Tag sind an seinen Handgelenken immer noch die Einschnitte der Kabelbinder zu sehen, daneben die mit Filzstift aufgemalte Verhaftungsnummer.

Montag, 6. Dezember

Die Stadtpolizei Zürich zieht in einem weiteren Communiqué Bilanz. Von 427 Verhafteten wurde eine Person der Bezirksanwaltschaft übergeben, gegen weitere zwei laufen Ermittlungen. «Die Mehrzahl der Festgenommenen wird mit einer Verzeigung wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit rechnen müssen. Die entsprechende Rechtsgrundlage bildet die Allgemeine Polizeiverordnung der Stadt Zürich, namentlich der Grundsatz, wonach die Polizei die Störung des öffentlichen Friedens und der öffentlichen Sicherheit zu verhindern hat.»

WOZ vom 09.12.2004
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Alt 13.12.2004, 18:52
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Chris04 is on a distinguished road
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Mag Basel zwar nicht.. aber endlich mal ein Verein der sich auf die "Seite der Fans" schlägt und nicht zur Bullerei hält!!!

Vorblidcharakter für Deutschland!!!!!!!!!!!!!!!!
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Alt 14.12.2004, 16:43
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Alex22 is on a distinguished road
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Naja im Prinzip ist der Verein durch die Vorfälle genötigt, eine sole Aussage bzw. Stellungnahme zu verfassen.

Andernfalls würde dies für extrem schlechte Stimmung in den Medien und vor allem bei den Fans (hier ausnahmslos die große Masse an zahlenden Konsumenten).

Ob wirklich irgendwelche Konsequenzen gezogen werdeen oder was bewirkt wird, bleibt abzuwarten!
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