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Krawalle in Salzburg

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Alt 05.09.2005, 22:05
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Standard Krawalle in Salzburg


Banden vermummter Randalierer verwandelten den Rudolfskai in eine Kampfzone. Die Wirte wollen "knallhart" gegen Anarchisten durchgreifen.
Salzburg-stadt.Mehrere Schlägereien mit vermummten Banden, eine Messerstecherei und ein "zerlegtes" Lokal sind das Ergebnis einer weiteren ereignisreichen Samstagnacht am Salzburger Rudolfskai.

Nach der Fernsehübertragung des Länderspiels Polen-Österreich tauchten Dutzende militante Hooligans an der Salzburger Lokalmeile auf. "Das war ein geplanter Überfall", erzählt Yalzin Tamer, der die La-Ola-Bar in der Rupertipassage betreibt. "30 Mann mit Skimasken und Schlagstöcken haben uns die Tür eingetreten und den Sicherheitsmann niedergeschlagen. Dann wurden die Gäste und ich selbst mit Fußtritten traktiert." Auch die Einrichtung sei arg in Mitleidenschaft gezogen worden.

Gegen 1 Uhr früh musste die Polizei einer weiteren Rauferei Herr werden; ein 17-Jähriger wurde angestochen. Zehn Minuten später kam es erneut vor dem La Ola zum Ausbruch von Feindseligkeiten. Weitere zehn Minuten später konnte die Exekutive "durch das entschlossene Einschreiten zusammengezogener Polizeikräfte" weitere Kampfhandlungen im Bereich des "Podiums" verhindern. Um vier Uhr brachte das Rote Kreuz zwei Verletzte ins Krankenhaus, die in eine Prügelei vor dem "Roses" geraten waren.

Nach einhelliger Meinung der Branche passieren die meisten Straftaten im Spannungsfeld zwischen rechtsradikalen Fußballfans und jugendlichen Ausländern. "Ein Brennpunkt dieser Anschläge und Bandenkriege ist nach wie vor die Rupertipassage", sagt Helmut Nemeth, Sprecher der Altstadtwirte. Dort fordert er mehr Polizeipräsenz und Kontrolle der Lokale. Nun werde "knallhart" gegen Anarchisten durchgegriffen, und "mit den Radaubrüdern abgefahren".

"Die Kameraanlage hat bereits Bilder von den Tätern gemacht. Die Polizei ermittelt. Zwanzig Verdächtige wurden registriert", sagt Nemeth. "Wir sind überzeugt, dass die Videoüberwachung am Kai fast alle Verrückten abschrecken wird. Es sind ohnehin nur zehn Prozent der Gäste, die Ärger machen."

Die Bilder der Kamera werden nun im Büro des Wirtevereins aufgezeichnet. Der Datenspeicher in der Polizeiinspektion war ohne Genehmigung des Innenministeriums errichtet worden und musste abgebaut werden (die SN berichteten).

Die derzeitige Eskalation der Gewalt werde bald abflauen, ist Nemeth überzeugt. "Dann wird der Rudolfskai wieder das gemütliche und sichere Ausgehviertel, das er sein sollte

Anmerkung Redaktion: Offizielle Pressemeldung
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