Zitat:
Zitat von Anno 1887 Irgenwann letzte Woche gab es auf Phönix eine Reportage, die über den Rechtsradikalismus in der DDR berichtete .. und da waren die Fußball-Fans demnach sehr aktiv ..
Was mir auffiel, daß dort 1986 Bomberjacken sehr häufig vertreten waren und es gab einige heftige Old-School-Aktionen aus den Stadien zu sehen ;-)
Meine Frage: Wie heftig waren denn die Strafen .. Anzeigen etc. wie bei uns .. oder ging es gleich in den Bau?
.. oder gab es gar nicht soviel, weil es so etwas doch eigentlich gar nicht in der ehemaligen DDR geben konnte / durfte ? ;-) .. steht sicherlich im Buch, aber noch hab´ ich es nicht :-(
Danke im Voraus für eventuelle Antworten :-) |
Ich denke die staatliche Verfolgung war eher subtil organisiert. Wenn man von seinem Berufswunsch an der Penne auf einmal umgelenkt wurde, konnte das mehr Schaden - auch seelisch - anrichten als mal in den Bau zu wandern, der ja wohl ein Witz ist heutzutage. Der Freund meiner Schwester hat einen Polizisten umgehauen und wanderte nach seinem Knastaufenthalt gleich Richtung Westen. Da es bei Chemie generell viele Republikflüchtlinge gab, fehlte uns die Hooligangeneration wie bei Lok. Bei Lok ging es erst viel später los, spürbar Mitte der Achtziger. Und so gepflegt waren die auch nicht, man muss sich nur mal die Bilder von S.K. im Lok-Buch anschauen. Die gepflegt-arroganten Chemiker stammten ebenso aus SED-Bonzenhaushalten wie ich (und waren aufgrund DDR-Mark-reicher Verwandtschaft Stammkundschaft der EXquisit-Geschäfte). Und wie die Unioner, einen habe ich jahrelang in Ahrenshoop bewundert. Dieser Ort war das Worpswede des Ostens.