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Die frankfurter ultras äußern sich zu ihrem morgigen gastauftritt in mannheim folgendermaßen: Der ’’Fall Hopp’’ Im Hinblick auf unser anstehendes Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim macht es Sinn, die Geschehnisse um die Person Hopp in den ersten Spielen der laufenden Saison- und vor allem den Umgang damit- auch an dieser Stelle zu thematisieren. Mit Dietmar Hopp persönlich hätte vermutlich so gut wie niemand ein Problem, das schwerer wiegt, als das mit einem vergleichbaren Firmenboss, er steht aber aktuell wie kein anderer sinnbildlich für die Entwicklung, die der Fußball in Deutschland seit Jahren nimmt. Auch das vielbeschrieene „soziale Engagement“ der Person Hopp nimmt ihm sicherlich niemand übel, definitiv aber die Tatsache, dass er einen Dorfclub künstlich mit seinen nie endenden Millionen nach oben drückt. Nun sind sie in der Bundesliga angekommen, und spätestens nun muss also auch eine Auseinandersetzung damit stattfinden. Selbst Fanszenen, die nicht als besonders kritisch gelten, oder in der jüngeren Vergangenheit größere, sogenannte „negative“, Schlagzeilen gemacht hätten, wie Gladbach oder Borussia Dortmund haben sich bei ihren Auswärtsspielen bei Hoffenheim deutlich geäußert, der Unmut kommt also von einer relativ breiten Masse Die Person Hopp ist derartige Unsympathie ihm gegenüber offenbar nicht gewohnt, wird er ja auch gewöhnlich außerhalb des Fussballs nicht mit dem „gemeinen Pöbel“ konfrontiert, und reagiert nun so kindisch auf diese Situation, dass man fast drüber lachen könnte, wenn es nicht so traurig wäre. Nun werden Anwälte beauftragt, Internetforen nach Beleidigungen zu durchforsten, Anzeigen wegen Aufrufs zur Gewalt werden gestellt, per se wird jedem Besucher „seiner“ Fußballspiele ein Stadionverbot angedroht, wenn nur gewagt wird, den Herrscher zu verunglimpfen, und nicht zuletzt werden die mächtigen Freunde aus Vereinen und Verbänden herbeigeordert- anstatt einfach einzusehen, dass man sich im Leben zwar vieles kaufen kann, aber sicherlich nicht die Sympathie von allen Menschen der Erde, schon gar nicht die der bundesweiten aktiven und kritischen Fanszene, wenn man sich mit seinen Milliarden in deren Lebensinhalt einmischt, und somit die negative Entwicklung des Fussballs im letzten Jahrzehnt noch beschleunigt. Noch viel peinlicher, als dass Herr Hopp also mit aller Macht erreichen will, dass man ihm vom allen Seiten zujubelt, ist die Tatsache, dass – neben den windelweichen, schleimigen Entschuldigungsbriefen der „betroffenen“ Vereine – auch Personen wie Beckenbauer oder eben auch DFB-Präsident Zwanziger sich in die Debatte einschalten, selbstverständlich ganz uneigennützig und sicherlich ohne, dass das etwas mit Spenden für Stiftungen oder Jobs für Verwandte zu tun hat... Die Ankündigung, man werde Anfeindungen aus den Kurven gegen Hopp nun sportgerichtlich verfolgen, schlägt dem Fass den Boden aus, und soll offensichtlich ein weiterer Schritt dazu sein, die Fans in das für sie vorgesehene Korsett der fernsehtauglichen, lustigen Stimmungsmacher zu pressen - denn ganz ohne will man ja auch nicht, weil’s dann den Logenbesitzern zu öde wird. Dies kann und darf man sich nicht gefallen lassen, möchte man nicht enden, wie die englische Fankultur der oberen Ligen mit Sitzplatzpflicht, Eintrittspreisen ab 50 EUR und wöchentlich neuen Oligarchen und Scheichkombinaten, die mal wieder einen Verein verschachern oder einkaufen! Lasst euch nicht von Drohungen seitens Hopp und DFB einschüchtern, sondern zeigt was ihr denkt – es ist UNSER Fussball! Kein Welpenschutz für Multimilliardäre! Dietmar Hopp – Hurensohn! quelle: http://www.ultras-frankfurt.de/Infos/saw50.pdf |
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