Zitat von Fintentisch
Interessante Diskussion fernab des Themas.
Ich stelle mir gerade vor, ich wäre vor 25 Jahren in Deutschland geboren. Ich lerne hier laufen, sprechen, schreiben, besuche den Kindergarten, spiele mit meinen Freunden, gehe in die Grundschule, werde Klassensprecher, spiele im Pausenhof Fussball, wechsle auf die nächsthöhere Schulform, spiele immer besser Fußball, trainiere 5x die Woche im Verein, für meinen großen Traum Profifußball breche ich die Schule ab, trainiere und trainiere, während die anderen Jungs saufen und vögeln, ich trainiere im Regen, im Schnee, bei der U17, U18, U19, trainiere weiter wie ein wilder und bekomme eine lukrativen Profivertrag, zahle 400.000 € Steuern im Jahr, engagiere mich in Streetworkerprojekten und spende Teile meiner Werbeeinnahmen an die Diakonie. Dank meiner konstanten Leistungen bekomme ich die Chance in der A-Nationalmannschaft. Ich spiele gut und darf mit zur WM. Ein Traum wird wahr. Für mein Land, in dem ich groß geworden bin und das immer meine Heimat war, darf ich kämpfen und vielleicht sogar siegen. Da ganze Land unterstützt mich und wir spielen bisher ein super WM. Alles gut soweit, oder?
Nein, denn ich bin Sohn einer Deutschen und eines Nigerianers, und habe eine "gesunde" Hautfarbe. Dass ich gegen die bekackten Engländer ein super Spiel gemacht habe, ist somit egal. Hier wird diskutiert, ich solle nicht für Deutschland auflaufen. Aha. Ein anderes Heimatland, auf dass ich als gebürtiger Deutscher stolz sein und für dass ich spielen kann, habe ich nicht. Gut, dann häng ich die Fußballschuhe an den Nagel. Vielleicht verkaufe ich lieber Crack auf Schulhöfen, häng mit ner dicken Goldkette rappend im Park rum und grüß meine besten Freunde Dennis, Flo und Malte mit "Ey Niggas, alles phat?". Und nochmals Entschuldigung, dass ich mich erdreistet habe, für mein... ähm... euer Land zu spielen. Und sorry für die kaputte Scheibe in der 7. Klasse. Zudem werde ich beantragen, dass mein Vorname von Daniel in Mbompmlajoo geändert wird.
Zufrieden, Deutschland?
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